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Aktuelles:

24.10.16 18:37

DRECK-Schleuder ohne Geruchverschluss

Wenn Zeche, Kokerei, Hochofen, Gießerei und Walzwerk auf einem Areal zusammenstehen und dann noch...


24.10.16 18:22

SPANNUNGS-geladen

Im Sommer 2016 konnten die geplanten Erweiterungsarbeiten an der Oberleitung der N-Anlage...


22.04.16 18:22

Schweinerei im Clubheim

Bad Oeynhausen - Werste / April 2016


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N - unsere großzügigste Paradestrecke

Lange Züge auf dafür exakt geeigneten und gestalteten Strecken - das ist der Traum der meisten Modellbahnern. 
Im HO-Format gab es dafür nicht genügend Platz und auch nicht genügend D-Mark bzw. Euros, um diesen Wunsch in die Tat umzusetzen.

Auch die Frage, muss es denn unbedingt HO sein (?), wurde intensiv diskutiert. Immer stärker wurden die Argumente der N-Bahn-Fraktion im Club so um die Jahrtausendwende, denn die inzwischen vorhandenen und eingesetzten N-Bahn-Bestände konnten immer nur teilweise auf der vorhandenen Anlage "Bahnhof Gohfeld" gefahren werden.
Zwar wurde auf der Anlage ein neuer und größerer Schattenbahnhof gebaut, aber für lange Züge - wie zum Beispiel den ICE mit seinen 10 Mittelwagen war nicht genug Platz gegeben.
Zudem wusste Jeder von uns, dass der ICE oder andere Zugeinheiten der neuen Generationen absolut nichts auf einer Anlage "zu suchen" haben, die im Stil der Jahre zwischen 1910 und 1925 gebaut wurde.      

Folglich wurde eine neue N-Anlage mit einer Grundfläche von 7 Metern geplant. Die Anlage sollte allerdings zunächst einmal nur dazu fähig sein, den Fahrbetrieb von 2-Meter langen Zügen auf einer neuzeitlichen zweigleisigen Strecke zu ermöglichen.
Der diesbezügliche Gleisplan mit zwei Wendel-Türmen und 3 Schattenbahnhöfen für "genug Abstellmöglichkeiten" war schnell erstellt. Sofort anschließend wurde mit dem Bau des Untergestells begonnen.

Holzbau, Korkgleisbett und Schienenverlegung der einzelnen Anlagenebenen erfolgte "Step by Step", bevor die nächste Ebene darüber montiert wurde, weil nur so eine einfache Montagemöglichkeit gegeben war. Dennoch war alles sehr mühsam; denn die verwendeten Schienensysteme waren nicht einheitlich, weil das jeweils günstigste Material gekauft wurde, um die Kassenbestände nicht zu stark zu strapazieren und ein sichtbares Fortkommen zu garantieren.              

Dabei wurde auch Neuland betreten, denn diese Anlage wurde erstmals mit einer Blocksteuerung ausgestattet. Damit wurden alle Signale nicht mehr direkt geschaltet. Wegen der hohen Investitionskosten wurden in den Schattenbahnhöfen keine Viessmann-Relais eingesetzt. Vielmehr verwendeten wir handelsübliche monostabile Relais aus dem Elektronik-Fachhandel.

2003 - dem Jahr des Umzugs in unsere heutigen Clubräume - war es kein Problem, die aus Segmenten bestehende Anlage abzubauen und in den neuen Räumlichkeiten in ganz kurzer Zeit wieder in/auf den alten Stand zu bringen.
Weil noch keine Landschaft als sichtbares Modell-Outfit vorhanden war, konnte ja auch kaum etwas beschädigt werden.
Lediglich die Verkabelung musste generell erneuert werden, hatte bei der Erstinstallation doch keiner daran gedacht, diese auch mit entsprechenden Trennstellen auszustatten.  
Bei dieser Gelegenheit wurden auch gleich leistungsfähigere Trafos eingesetzt und die komplette Schattenbahnhofsteuerung umgebaut. Grund dieses Wechsels von Gleichstrom auf Wechselstrom war, dass die Relais mit 18-Volt-Wechselstrom sich viel besser schalten als zuvor mit 14-Volt Gleichstrom. 

Als das Thema "Landschaftsbau" anstand, einigte man sich auf eine Gebirgslandschaft, in der sowohl ältere als auch moderne Zugeinheiten zum Einsatz kommen konnten/können. Schwerpunktmäßig - so die Forderung aller betroffenen Clubmitglieder - sollten Traktionen der Epochen 3 und 4 dort fahren.

Schnell wurde Allen klar, dass diese Anlage auch einen Bahnhof benötigt, der als ein weiterer Schwerpunkt des N-Anlagen-Betrachters zu werten ist und der vielfältige Rangiermöglichkeiten bieten soll(te).
Das Umstellen von anderen Club-Anlagen ermöglichte diese inzwischen schon sehr weit fortgeschrittene Erweiterung der N-Ursprungsanlage auf nunmehr 13 Meter Gesamtlänge.
In diesem Jahr erkennt der Besucher schon die Strukturen des Bahnhofs und seiner Gesamtgleisanlage, denn dieser bietet schon jetzt an seinen Bahnsteigen die gewünschte Länge für 2-Meter-Züge.  
 
Mal sehen, was die rührigen N-Bahner für neue Wünsche haben, wenn alles fast abgeschlossen ist und ihnen die zahlreichen Rangiermöglichkeiten nicht mehr an den Clubabenden und während der Ausstellungen ausreichen.    

P.S.
Abschließend sei noch erwähnt, dass bisher eine Digitalisierung der N-Anlage nicht in Frage kam, weil es noch keine/n "digitalen N-Bahner" bei uns im Club gibt.
Aber was noch nicht ist - kann ja noch werden ...